Steuerkanzlei Weismann

Elena Weismann
Diplom-Volkswirtin, Steuerberaterin,
Fachberaterin für Internationales Steuerrecht

Jahresabschluss 2017 muss bis zum Jahresende 2018 veröffentlicht werden

by Elena Weismann in Neuigkeiten aus dem Steuerrecht

Unternehmen, die gesetzlich verpflichtet sind, ihren Jahresabschluss zu veröffentlichen (z. B. GmbH oder GmbH & Co. KG), müssen die Frist zur Veröffentlichung beachten. Der Abschluss muss spätestens vor Ablauf des zwölften Monats des dem Abschlussstichtag nachfolgenden Geschäftsjahrs offengelegt werden. Unternehmen, die ihre Jahresabschlüsse nicht rechtzeitig einreichen, müssen mit einem Mahnschreiben rechnen.Sie werden in diesem durch das Bundesamt für Justiz von Amts wegen aufgefordert, ihrer gesetzlichen Verpflichtung innerhalb von sechs Wochen nachzukommen. Mit der Anforderung ist gleichzeitig eine Mahngebühr fällig, die auch nach späterer Einreichung nicht erlassen bzw. angerechnet wird. Wird der Jahresabschluss trotz Aufforderung nicht innerhalb der 6-Wochen-Frist veröffentlicht, wird ein Ordnungsgeld von mindestens 2.500 Euro festgelegt. Für Kleinstkapitalgesellschaften, die an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen mindestens zwei der folgenden Merkmale nicht überschreiten (350.000 € Bilanzsumme, 700.000 € Umsatzerlöse und durchschnittlich zehn beschäftigte Arbeitnehmer) sieht das Gesetz Erleichterungen vor: Sie müssen unter bestimmten Voraussetzungen keinen Anhang erstellen. Hierfür müssen bestimmte Angaben unter der Bilanz ausgewiesen sein: Angaben zu den Haftungsverhältnissen, Angaben zu den Vorschüssen oder Krediten, die an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, eines Beirats oder Aufsichtsrats gewährt wurden, erforderliche Angaben zu den eigenen Aktien der Gesellschaft (bei einer Aktiengesellschaft). Auch werden Kleinstkapitalgesellschaften Optionen zur Verringerung der Darstellungstiefe im Jahresabschluss eingeräumt. Schließlich können die gesetzlichen Vertreter dieser Gesellschaften zwischen der Offenlegung durch Veröffentlichung (Bekanntmachung der Rechnungslegungsunterlagen) oder durch Hinterlegung der Bilanz beim Betreiber des Bundesanzeigers wählen. Dabei ist auch im Fall der Hinterlegung die elektronische Einreichung der Unterlagen vorgeschrieben.

Sollten Sie Fragen zu diesem Sachverhalt oder anderen steuerrechtlichen Themen haben, beraten wir Sie gerne.

Dieser Artikel wurde der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift »Blitzlicht« entnommen. Durch das Anklicken des Vorschaubildes können Sie die vollständige Ausgabe herunterladen.

Blitzlicht 11/2018

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